Angekommen

Nach über 11 Stunden Flug sind wir heil angekommen in Kapstadt. Unser erster Eindruck ist sehr verschieden von Pretoria: es ist zwar heiss, aber beständiger Wind bringt immer wieder Kühlung; es wird natürlich auch links gefahren, aber die Strassen haben weniger Spuren, durch die vielen Kurven wird auch langsamer gefahren. Auch die Orientierung fällt uns leichter dank der Berge, die alle ganz unterschiedliche Silhouetten und auch klingende Namen haben (neben dem Tafelberg gibt es den Signal Hill, die Twelve Apostles, den Lions Head, in Hout Bay auch den Little Lion’s Head, den Karbonkelberg, the Sentinel, Chapman’s Peak etc.).

Strand von Hout BAy

Unsere Ferienwohnung in Hout Bay ist klein und eng, hauptsächlich wegen der vielen Möbel und Unmengen Nepp, die herumstehen – täglich stossen wir Ellbogen, Zehen und Knie an irgendwelchen Kanten, und auch nach emsigem Zusammenschieben gibt es kaum Platz, um etwas abzulegen. Leben wie im Brocki!🙂 Aber nicht jedes Brocki hat einen wunderbaren Strand gleich davor…

Unser Haus, so dann alles klappt, ist grosszügig und der Garten ist mindestens so weitläufig wie in Biel. Ställe für alle möglichen Tiere sind vorhanden, und wir freuen uns sehr darauf, ein eigenes Heim einzurichten. Hout Bay ist klein, touristisch, reich und ruhig, nicht sehr afrikanisch für unser Gefühl. Aber auf jeden Fall ein Ort, wo es sich gut leben lässt. Die zwei Jahre werden immer greifbarer, besonders wenn wir kleine Abenteuer erleben, zum Beispiel die Seehunde im Hafen beim Fressen beobachten, einen Gecko an der Eingangstür beobachten oder in den wilde Wellen baden (kalt aber nicht unmöglich).

Afrikanische Pinguine

Irritierend sind für uns die touristischen Orte, am Kap der Guten Hoffnung hat es Menschen jeder Hautfarbe und Nationalität, gemeinsam ist allen, dass sie reich sind, den meisten das Übergewicht. Segregation durch Einkommen ist überall fühlbar; Reichtum wird nicht durch die Hautfarbe sichtbar, Armut hingegen schon. Landschaftliche Schätze durch Reiche okkupiert? Nicht anders, aber viel deutlicher als die Landschaften im Westen Amerikas? Unfassbar auch, dass vor weniger als 20 Jahren der Strand vor unserer Ferienwohnung noch Weissen vorbehalten war.

Wir geniessen die Freundlichkeit, die frischen Aprikosen, Mangos, Erdbeeren, Himbeeren, Pfirsiche, Mangos, Zucchetti, Fische, den Süssmais und die carrot balls, das Meer und den Wind und die dramatische Landschaft – yebo!

P.S. Gratulation Volker! Dein Gewinn: eine Surflektion in Hout Bay. Und ja, es ist ein Weissschwanzgnu. Erlaubt wären 192 kg gewesen, allerdings nur 6 Stück. Wir hatten 13…. München war für die Anfänger.

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2 Antworten zu Angekommen

  1. Kuno sagt:

    Hätte ich auch einen Punkt erhalten wenn ich nur Gnu geschrieben hätte, bzw. hat das Weissschwanzgnu mehr Punkte erhalten als die Kurzvariante? Na, hauptsache ihr seid gut angekommen und schon ein wenig auf der Pirsch.

  2. Urs sagt:

    Sali zämme,

    Es ist schön, zu hören, dass Ihr gut angekommen seid. Die Fotos sehen toll aus. Irgendwie denkt man beim Stichwort ‚Cape town‘ nicht unbedingt an diese spektakuläre Umwelt.
    In diesem Sinne: keep on blogging…

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