Cape Town Babes

“What allowance will Michael give you?”, fragt die nette Nadine von der Standard Bank. Keine Ahnung – wir wollten doch nur ein gemeinsames Konto – mein Selbstvertrauen macht einen Knicks und ich nehme mein Subkonto demütigst entgegen, in der Hoffnung, dass Michi mir das Taschengeld nicht zu knapp bemisst. Recht hat sie natürlich, eigenes Geld verdiene ich nicht , und damit tue ich mich manchmal schwer.

Niemals schwer im Leben macht sich’s ein echtes Cape Town Babe (von hier an CTB genannt): blondes Haar, mal gerade mal gelockt; breite Sonnenbrille, tief gebräunte Haut; grosser Busen, kleiner Po. In unabhängiger Zählung bei entgegenkommenden Fahrzeugen wurde festgestellt, dass 9 von 10 weissen Frauen diesem Typus entsprechen – wie soll ich die je unterscheiden? Und was unterscheidet ihr Leben von meinem? Meine Tage sind auch von Autofahrten getaktet, Kinder bringen, Kinder holen, Sachen kaufen und ins traute Heim schaffen…. Ein paar Unterschiede stelle ich doch fest: Sportcentern bleibe ich fern (es gibt auch eine gädrige Ausgabe der CTBs), Hautkrebs macht mir Angst (die Falten der alten CTBs auch) und dann dieser Blick: die reine Unschuld, keine Sorge, keine Verantwortung – zum Glück sah ich schon mehr im Leben. ☺

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3 Antworten zu Cape Town Babes

  1. Foxofmystic sagt:

    Et il y a encore une autre différence avec toi: ces CTB ne sont pas écrivains, elles (même si elles signent des chèques). Peut-être pourraient-elle faire de bonnes protagonistes pour un futur roman, avec pour titre énigmatique „Desperate CTBs“?

  2. Kathrin sagt:

    Oh, ich glaube nicht, dass die je „desperate“ werden…sie sehen aus, als hätten sie einen „Reload-Button“ wenn mal was schief läuft🙂. Heute früh rannte eine Herde CTBs neben der Strasse – die dazugehörenden Männer tragen ihr Testosteron wie eine Trophäe vor sich her. Zu denen ein andermal.
    Und zum Glück gibt’s auch noch viele Menschen hier, die lustig und sympathisch und sehr schön sind – darüber zu schreiben ist einfach schwieriger…

  3. Mich sagt:

    Just to add: there’s a whole bunch of black CBTs, too – as it can be expected, being CBT is a function of income (and disposable income on the subaccount) and ultimately, brains: my shared office is teeming with definitely non-CBT stereotypical women of all colours and lots of brain, and I seem to be lucky to be in a trade deeply uninteresting for a CBT with any self esteem for their purpose in life, which is wasting time, money and resources and leaving it to others to clean it up…

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