Fiction based on fact

„So what do you write?“, fragt mich Rolette am Mittagstisch unseres Imkerkurses. Sie ist die Frau des Kursleiters, ehemalige Bankangestellte, heute Besitzerin von Pet Paradise in Lansdowne. Die Zoohandlung ist ihre Basis für Umweltbildung im Quartier. Ich erzähle ihr vom Ziel, ein Buch zu schreiben und von der Freude, mit welcher ich momentan verschiedene Textsorten anprobiere, bis ich die passende Grösse finde. Meine Erklärungsversuche sind schwierig zu verstehen und klingen holprig, zu sehr mischen sich wohl schriftstellerische Ambitionen mit innerer Standpunktsuche.  „I love reading fiction based on fact, you know, just like the story of Jacob in the Bible!“, rettet mich Rolette aus der verfahrenen Beschreibung. Und wir lachen alle vier; Brent, Bienenfreund und farbiger Rastafari; Mthule, schwarzer Muslim aus Khayelitsha, Rolette, Vegetarierin unbekannter Religion und Kathrin, soon-to-be Hobby-Imkerin. Es ist allen klar, dass ich wohl ein anderes literarisches Beispiel gewählt hätte, und wir geniessen unsere Unterschiedlichkeit. Paradiesische Toleranz im Hinterhof, wo Cape Town Babe und Township-Bruder mühelos integriert werden.

„And feed your husband the pollen; the pollen will make him strong as a lion!“, zwinkert mir Brent beim Abschied zu. Sein Rat an Mthule: „Face your hives to the east, bees like the morning sun and it will also be a spiritual thing for you to do!“

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